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Terror Anschlag von Berlin: Zunächst verdächtigter Pakistaner beschuldigt Polizei

10 Monate 2 Wochen her #50 von Der Fiesling
Der Fiesling erstellte das Thema Terror Anschlag von Berlin: Zunächst verdächtigter Pakistaner beschuldigt Polize
Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zunächst festgenommene und dann wieder freigelassene Pakistaner Naveed B. hat die Polizei beschuldigt, ihn misshandelt zu haben. Das berichtet die britische Zeitung "The Guardian", die nach eigenen Angaben mit B. gesprochen hat.

"Er erinnert sich daran, dass zwei Polizisten die Hacken ihrer Schuhe in seine Füße gruben, und dass einer mit einer Hand großen Druck auf seinen Nacken ausgeübt hat", schreibt der "Guardian". Als er sich später gegen Fotos und Entkleidung gewehrt habe, hätten die Polizisten ihn geschlagen.

Familie von Sicherheitskräften kontaktiert
Mit der Zeitung habe er gesprochen, um bekannter zu machen, dass er unschuldig sei. Er fürchte in Deutschland um sein Leben, nachdem sein Name im Zusammenhang mit dem Anschlag verbreitet wurde. Außerdem sei seine Familie in Pakistan von Sicherheitskräften kontaktiert worden. Es habe Drohanrufe gegeben.

"Nun wissen alle, dass ich nach Deutschland geflohen bin", sagte B. "Das macht meine Familie sehr angreifbar, und ich kann sie nicht schützen."
Der Mann stammt aus der armen und unruhigen Provinz Belutschistan. Dort sind viele Extremistengruppen aktiv, unter anderem Separatisten, die für mehr Unabhängigkeit kämpfen.
Menschenrechtsaktivisten sagen, der Staat lasse regelmäßig Menschen verschwinden. B. war laut "Guardian" für eine der Gruppen für Belutschistans Unabhängigkeit politisch aktiv gewesen. Dafür habe er Todesdrohungen erhalten.

Polizei weist Vorwürfe zurück
Die Berliner Polizei hat sich inzwischen zu den Vorwürfen geäußert. "Das hat nicht den Hauch von Substanz", sagte Sprecher Winfrid Wenzel. "Der Mann ist definitiv von keinem Mitarbeiter misshandelt worden."

B. muss vorerst versteckt leben
Die Deutsche Presse-Agentur hatte berichtet, dass der Pakistaner nach der Freilassung an einen sicheren Ort gebracht worden war, damit Asylgegner ihn nicht angreifen können. Im Artikel heißt es, er solle dort zwei weitere Monate bleiben. Er bekomme Essen geliefert und müsse die Polizei benachrichtigen, wenn er hinausgehe.

Nach B.s Festnahme unmittelbar nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag am 19. Dezember hatten polizeiliche Nachforschungen ergeben, dass der Pakistaner nichts mit dem Anschlag mit zwölf Toten und etwa 50 Verletzten zu tun hatte. Bereits zuvor hatte B. gesagt, er sei in der Nähe der Siegessäule über die Straße gerannt, weil er noch eine U-Bahn erwischen wollte. Das hatte offenbar die Aufmerksamkeit der Fahnder erregt. B. hatte sich widerstandslos festnehmen lassen.

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