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Topic-icon Hacker booten Linux auf der Switch (Nintendo)

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9 Monate 1 Woche her #80

Über einen Fehler in der Tegra-GPU ist die Hackergruppe "Fail0verflow" in die Switch Konsole eingestiegen und hat nun ein Foto eines bootenden Linux veröffentlicht.


Die Hackergruppe hat sich in der Vergangenheit mit Hacks der PlayStation3 und 4 einen Namen gemacht. Vor Kurzem hat sie die Nintendo Switch gehackt. Über einen Fehler der Tegra-GPU von Nvidia erhielten sie Zugriff auf das Boot-ROM der Konsole. Laut Fail0verflow soll Nintendo diese HintertĂŒr nicht per Software schließen können.

So soll es auch in Zukunft möglich bleiben, Ă€ltere Firmware-Versionen auf die Konsole aufzuspielen, weil die Sicherungen, die ein solches Downgrade normalerweise verhindern, offenbar umgangen werden können. Allerdings setzt auch Nintendo mehr und mehr auf eine Online-Anbindung der Switch, die nur mit einer aktuellen Firmware möglich ist. Wer Ă€ltere Versionen einsetzt, um nicht lizensierte Software zu starten, dĂŒrfte große Schwierigkeiten bekommen, das Online-Angebot von Nintendo weiter zu nutzen.



Hauptsache Linux!

Nun haben Fail0verflow auf Twitter ein erstes Foto von einem bootenden Linux veröffentlicht. Zu sehen ist ein typischer Boot-Screen mit mehreren Pinguinen sowie der Hinweis auf Debian GNU/Linux. Weitere Infos gibt Fail0verflow nicht. So ist auch unklar, ob die Hacker ihren Explott jemals veröffentlichen werden, da sie nach eigenen Angaben die Verbreitung illegaler Software-Kopien nicht unterstĂŒtzen wollen. Ihnen geht es offenbar eher um die sportliche Herausforderung, das Sicherheitssystem auszutricksen, denn eigene Software könnte man auf einem x-beliebigen Android-Tablet deutlich einfacher starten. Allerdings suchen mittlerweile auch andere Gruppen nach einem Zugang, um ihn fĂŒr Kopien von Switch-Spielen zu nutzen.

Der Start des Linux-Betriebssystems ist ein erster wichtiger Schritt, um die Konsole fĂŒr eigene Software zu öffnen. Allerdings kann es sehr langwierig werden, bis alle nötigen Funktionen zur Grafik-und Tonausgabe sowie die Steuerung der Gamepads entschlĂŒsselt sind.


Nintendo hat sich bislang nicht zu der LĂŒcke geĂ€ußert. Der Konzern setzt jedoch mehr und mehr auf eine VerknĂŒpfung von Soft- und Hardware. So sollen im FrĂŒhjahr unter dem Namen "Labo" Bastelbögen aus Pappe fĂŒr die Switch Konsole erscheinen, die aus der Mobilkonsole neue Spielzeuge machen.

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